Studium

Naturwissenschaften haben mich bereits als Kind fasziniert, im Laufe meiner Schulzeit konkretisierte sich dieses Interesse auf die Physik. Deswegen stelle sich nach dem Abitur gar nicht die Frage, was ich studieren soll. Meine Wahl fiel auf Heidelberg, da zum einem die Uni eines der breitesten Spektren bot, zum anderen aber Heidelberg eine sehr schöne Stadt ist.

Ich kann nicht behaupten, ein "Standard-Studium" absolviert zu haben. Im Nachhinein bin ich sogar sehr froh darüber, dass ich noch die Freiheiten eines Diplomstudienganges genießen durfte und noch nicht in das verschulte Bachelor-/Master-System drin war. So konnte ich noch vor dem Vordiplom meine ersten Vorlesungen zur Bildverarbeitung hören, oder meine Lücken im Stundenplan durch Seminare bei den Psychologen und Biologen über Wahrnehmung und Sinnesorgane füllen. Eine Chance, die sich einem im späteren Leben nie wieder bieten wird!

Aber selbstverständlich habe ich auch Physikvorlesungen besucht! Vielleicht nicht unbedingt in der vorhergesehenen Reihenfolge, aber dafür konnte ich mir meine Professoren auch aussuchen :) Meine Schwerpunkte lagen dabei im Bereich der Atom-, Laserphysik und Optik. Um das ganze abzurunden kamen noch die technische Informatik und Mikroelektronik dazu. Ach ja, die Numerik war auch noch dabei... ich glaube, ich habe mehr gehört, als ich sollte...

Meine Diplomarbeit schrieb ich dann in der ANP-Gruppe des Physikalischen Instituts, am H-ABSE Experiment (Wasserstoff-Atomstrahl-Spinecho) bei Maarten DeKieviet. Hier habe ich eine kleine unscheinbare Gasentladungsquelle entwickelt, die einen Strahl aus atomaren und sogar metastabilen Wasserstoff (oder Helium) erzeugt. Hat riesig Spaß gemacht!